Gestern waren Christian Vaske und Jana Wallisch beim Growmorrow Festival 2025 – und kehrten mit einer Fülle an Impulsen zurück!
Fast 2.000 Menschen kamen in der EWE Arena zusammen, um über die Fragen zu sprechen, die unsere Zukunft prägen: Ernährung, Gesundheit, Arbeit, Vielfalt, Technologie – und immer wieder das Thema KI.
- Sabine Asgodom erinnerte uns daran, dass echte Veränderung nicht aus Druck entsteht, sondern aus Begeisterung und Lust. Glück finden wir im Hier und Jetzt – nicht in einem Festhalten an Vergangenheit oder Zukunft.
- Tijen Onaran machte Vielfalt greifbar: Sie ist weit mehr als Gender oder Herkunft, sie umfasst auch unsere Meinungen, Erfahrungen und Perspektiven. Diversität ist nicht nur ein Schlüssel zu besseren Lösungen und breiteren Zielgruppen, sondern auch zu einer resilienteren Wirtschaft – und zu einer lebendigeren Demokratie. Ihr Appell: zuhören und Meinungsvielfalt aushalten, auch wenn es manchmal schwerfällt.
- Sascha Lobo sprach mit Klarheit über die „große KI-Transformation“. Sein Blick nach vorn: Deutschland kann mit seinem teils extrem spezialisierten Mittelstand und den Datenschätzen in der Fläche eine zentrale Rolle spielen – aber nur, wenn wir bereit sind, diese Zukunft „herbeizuinvestieren“. Dazu gehöre auch ein „Fortscheitern“ im Experimentieren mit den Möglichkeiten, denn nur so könne Fortschritt entstehen.
- Frederik G. Pferdt brachte Optimismus auf die Bühne und weckte mit seinen Impulsen und Übungen den „Zukunftsgeist“ im Publikum: Er ermutigte dazu, Zukunft als etwas zu verstehen, das wir gestalten können – mit Neugier, Empathie und der Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen. Denn unsere Vorstellungskraft bestimme maßgeblich darüber, welche Zukunft wir möglich machten.
- Jan Schoenmakers erklärte KI als Tool, um uns zu besseren Entscheidungen und Prozessen zu befähigen und nicht zu ersetzen. Sie sei ein Werkzeug, das Potenziale und Zusammenhänge sichtbar machen sollte, statt Vorurteile zu reproduzieren. KI bringe uns Tempo und Effizienz, Präzision und Optimierung. Konkrete Chancen sehe er zum Beispiel für nachhaltigeren Konsum, für eine verbesserte ärztliche Versorgung und für Lösungen in neuen Märkten für Unternehmen in Krisenzeiten. Sein Fazit: Bots seien keine besseren Menschen – es brauche immer menschliche Mitarbeiter für die Themen Verantwortung, Sinnstiftung und Empathie.
- Hendrik Haase widmete sich dem Thema Ernährung. KI beeinflusse längst, was auf unseren Tellern lande. Er warnte vor den Gefahren insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene durch KI-geleitete Ernährungsempfehlungen und Optimierungszwänge, aber auch durch indirekt vermittelte Vorurteile und Klischees, und plädierte für eine genießbare Zukunft für alle, die möglich werde durch Transparenz, Verständnis, Vielfalt, Mitbestimmung und Unabhängigkeit.
Neben diesen großen Keynotes auf der Main Stage zählten die Impulsvorträge auf der IQON-Bühne zu unseren Highlights. Nach der Eröffnung durch Torsten Schröder wurden hier neben weiteren Panels und Vorträgen über den Tag verteilt auch verschiedene Projekte aus dem Umfeld des IQON von den Forschern selbst präsentiert. Die Bandbreite an Themen führte auf dieser Bühne von smarten Helfern in der Pflege über Exkurse zu Faktoren für erfolgreiches Employer Branding und in Unternehmensformen, die Innovation begünstigten, bis hin zu KI-Anwendungen zur Unterstützung bei Antragsbürokratie.
Am Nachmittag stellten sich Start-ups mit spannenden Live-Pitches einer Jury, die schließlich den Start-up-Award des Jahres an PLiX verlieh, eine Anwendung, die pflegenden Eltern auf gleich mehreren Ebenen Unterstützung und Entlastung im Alltag bietet.
Rabea Rogge, die erste deutsche Frau im All, berichtete am Abend von ihrer Raumfahrtmission im vergangenen April – und fand noch Zeit für ein Selfie mit uns.
Was wir für unsere Mission mitnehmen, Unternehmen bei ihren Führungsthemen zu unterstützen?
- KI verändert Führung: Führungskräfte müssen komplexere Entscheidungen treffen, neue Tools souverän nutzen und Teams in der Transformation begleiten.
- Future Skills: Führung und Unternehmensentwicklung hängen heute mehr denn je davon ab, wie empathisch, vorausschauend und technologieaffin Entscheider agieren. Die Fähigkeit, neugierig zu bleiben und sich offen auf Neues einzulassen, wird künftig noch wichtiger.
- Diversität und Meinungsvielfalt als Erfolgstreiber: Diverse Teams finden gerade in schwierigen Zeiten robustere Lösungen. Vielfalt ist essenziell, um verschiedene Perspektiven zu bündeln – nicht nur bei der Besetzung von Führungspositionen, sondern auch bei der Entwicklung und Auswahl von zukunftsfähigen Teams.
Vielen Dank an die Nordwest Mediengruppe für dieses inspirierende Festival – und an alle Speaker, die gezeigt haben: Zukunft ist nichts, was auf uns wartet. Zukunft entsteht dort, wo Menschen Lust haben, Fragen zu stellen, Perspektiven zusammenzubringen und mutig Neues auszuprobieren. Zukunft ist das, was wir heute möglich machen.